Satanstango

In der alle zehn Jahre unter Filmkritikern durchgeführten Umfrage der Zeitschrift Sight & Sound erreichte Satanstango 2012 Platz 35 auf der Liste der besten Filme aller Zeiten.
In einem halbverlassenen Dorf in der ungarischen Tiefebene ist das Leben der verbliebenen Einwohner von Armut und Perspektivlosigkeit geprägt. Die Nachricht von der baldigen Rückkehr des totgeglaubten Irimiás versetzt die Dorfgemeinschaft in ungeahnte Euphorie. Doch der vermeintliche Erlöser und sein Gefährte Petrina arbeiten verdeckt für die Polizeibehörden und wissen die Naivität der Bewohner geschickt zu nutzen.

Béla Tarr (1955-2026) ist nicht nur ein Meister der Filmgeschichte und des gegenwärtigen Weltkinos, sondern für uns auch ein Freund, er war ein häufiger Gast des Arsenal und des Forum der Berlinale. Sein Tod ist für uns und für alle Filmliebhaber*innen ein unersetzlicher Verlust.

In seinem Nachruf schreibt Ulrich Gregor: "Wohin führt uns das Werk von Bela Tarr, was für Ausblicke eröffnet es uns? Was bleibt, ist das Beispiel für eine kompromisslose künstlerische Arbeit, das Béla Tarr mit seinen Filmen liefert. Das ist die formale Strenge seiner Filme, das ist ihre visuelle Konzentration und Verdichtung, ihre Radikalität im Aussprechen eines Befunds über den Zustand der Menschheit, die "condition humaine". Béla Tarr liefert keine wie auch immer geartete Botschaft. Aber seine Filme sind glasklare und geschlossene künstlerische Konstruktionen, so dass dieses Werk durch seine Handschrift und durch die mitreißende, perfekte Gestaltung einen Gegenentwurf zum ansonsten düsteren Bild unserer Welt darstellt."

Zusammen mit Joachim von Vietinghoff und der Deutschen Kinemathek wurde eine Filmreihe konzipiert, die ab sofort für Ausleihen zur Verfügung steht. Sie umfasst die Filme: Kárhozat | Verdammnis (Ungarn 1988, 120 min), SÁTÁNTANGÓ | SATANSTANGO (Ungarn, Deutschland, Schweiz 1994, 450 min), Die Werckmeisterschen Harmonien | Werckmeister Harmóniák (Ungarn 1998-2000, 145 min), A londoni férdi | Der Mann aus London (Ungarn, Frankreich, Deutschland 2007, 140 min) sowie A torinói ló | Das Turiner Pferd (Ungarn, Frankreich, Deutschland, Schweiz 2011, 146 min).

Ab 1. März steht die digitale Restaurierung von SÁTÁNTANGÓ mit deutschen Untertiteln und Verleihrechten für Deutschland und Österreich über uns für Ausleihen zur Verfügung. Die 450 Minuten lange Verfilmung eines Romans des Literaturnobelpreisträgers Laszlo Krasznahorkai ist eine Parabel über falsche Propheten und den Niedergang der Menschheit. Durch seine formale Strenge und atmosphärische Ausdruckskraft, seine ungewöhnliche, leitmotivische Erzählweise, die den Zuschauer erfasst und nicht mehr loslässt, ragt dieser Film aus dem Gesamtwerk von Béla Tarr heraus. SÁTÁNTANGÓ ist ein Monument des zeitgenössischen Kinos, ja der Filmgeschichte überhaupt.

Kino Breitwand Gauting

SO 19.04.
10:45  OmU
Sátántangó

HU/CH/DE 1994, 350 Min., FSK ab 16 Jahren, OmU
Regie:
Béla Tarr
Drehbuch:
Béla Tarr, László Krasznahorkai
Besetzung:
Mihály Víg, Putyi Horváth, Peter Berling
Kamera:
Gábor Medvigy
Sátántangó

HU/CH/DE 1994, 350 Min., FSK ab 16 Jahren, OmU
Regie:
Béla Tarr
Drehbuch:
Béla Tarr, László Krasznahorkai
Besetzung:
Mihály Víg, Putyi Horváth, Peter Berling
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